TOP Ö 5: Auswertung des Umsetzungs- und Marketingkonzeptes für das Archäologische Zentrum Hitzacker, Antrag Rh Wedler

Beschluss: Vertagung

Abstimmung: Ja: 4, Enthaltungen: 2

Rh Wedler erläutert den Grund seines Antrages. Aus seiner Sicht ist noch nicht umfänglich darüber diskutiert worden, wie mit den Ergebnissen des Umsetzungs- und Marketingkonzeptes umgegangen werden soll. Was ist beabsichtigt umzusetzen? Wer soll umsetzen? Wo sind die Schwerpunkte? Was war der Grund für die Erstellung des Gutachtens?

In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass auch über Empfehlungen wie beispielsweise einer neuen Namensgebung für das Archäologische Zentrum Hitzacker noch nicht gesprochen worden ist. Er betont das Ziel, das darin bestehen sollte, das Archäologische Zentrum Hitzacker zu einem Mittelpunkt in Hitzacker (Elbe) zu machen. Dieses ist nicht der Fall. Die geringe Akzeptanz in der Bevölkerung zeigt sich seines Erachtens auch bei der geringen Mitgliederzahl des Fördervereins.

 

Zu der Frage „Was war der Grund für die Erstellung des Gutachtens?“ gibt Frau Baron einen kurzen Rückblick und weist darauf hin, dass von der Museumsleiterin ein Erweiterungskonzept erarbeitet worden ist, mit dem Ziel, die Einrichtung zukünftig auf eine tragfähige finanzielle Grundlage zu stellen. Mit einer ersten Untersuchung durch die Fa. Spendwerk im Rahmen eines Businessplanes ist festgestellt worden, dass sich die umfängliche Erweiterung nur trägt, wenn 70.000 Besucher verzeichnet werden können. Inwieweit diese Zahl erreichbar ist, sollte durch das zusätzlich in Auftrag gegebene Umsetzungs- und Marketingkonzept untersucht werden.

Trotz umfänglicher Marketingempfehlungen zeigt sich jedoch, dass die Besucherzahlen auf Grund der geografischen Lage der Stadt Hitzacker (Elbe) max. 35.000 betragen können.

Dennoch gibt es Marketingvorschläge, die angedacht werden sollten, hierzu zählen beispielsweise die Einführung eines Gruppenpreises, eines Happy-Hour-Tickets, dem Eintrag als Filmlocation oder der Abschluss eines Vermittlungsvertrages mit der Elbtalaue-Wendland-Touristik GmbH im Interesse der Gewinnung zusätzlicher Besucher. In diesem Zusammenhang rät BM Mertins dringend auch zu einer Suchmaschinenoptimierung.

 

Rh Förster betont, dass es an der Vorlage einer Auswertung des Gutachtens durch die Verwaltung fehlt und beantragt daher, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. Die Museumsleiterin Frau Braun bittet die Ausschussmitglieder zu konkretisieren, was an Auswertungen aus dem Gutachten gewünscht wird.

1.SGRätin Steckelberg verweist auf die Ausführungen im Fazit (Kapitel 8) des Umsetzungs- und Marketingkonzeptes von Inspektour. Hierin wird vorgeschlagen, die Ziele für die Stadt Hitzacker (Elbe) nachhaltig zu diskutieren, in Abhängigkeit davon sich für eines der von Inspektour vorgeschlagenen Szenarien zu entscheiden und die Strategie für das AZH an das gewählte Szenario anzupassen. Der Rat der Stadt Hitzacker (Elbe) hat in seiner Sitzung am 17.09.2012 kein Szenario beschlossen, aber festgelegt, nach eingehender Würdigung der Ergebnisse von Inspektour das AZH innerhalb des derzeitigen räumlichen Bestandes zu erweitern, die für neue Gruppenangebote benötigten räumlichen Erweiterungen bis zu einer Gesamtsumme von 245.000,00 € schrittweise vorzunehmen und hierzu die Aufteilung der Maßnahmen mit Folgekostenberechnungen zu den Haushaltsplanberatungen vorzunehmen.

Die Beratung und Begleitung der Szenario unabhängigen Handlungsempfehlungen von Inspektour wie Akquise dauerhafter Zuschüsse, Fördermittelakquise für Investitionen, Optimierung Innen- und Außenmarketing, sind in den AZH-Ausschuss verwiesen worden. Insofern wären nun im AZH-Ausschuss alle entsprechenden Empfehlungen aus dem Umsetzungs- und Marketingkonzept zu erörtern und festzulegen, was umgesetzt werden soll.

 

Im Verlauf der Diskussion erkundigt sich BM Mertins nach der WASA-Gutschein-Aktion.

Das Archäologische Zentrum hat sich mit Erfolg um die Aufnahme in der Aktion beworben.

Inwieweit dieses zu zusätzlichen Besuchern führt, lässt sich erst im Verlauf der anstehenden Saison feststellen.

 

Auf die Nachfrage von BM Mertins zum Sachstand „Kontaktaufnahme zum Land Niedersachsen“ weist Museumsleiterin Braun darauf hin, dass derzeit an einer Strategie gearbeitet wird.

Hierbei wird es von besonderer Bedeutung sein, die landesweitere Relevanz des Freilichtmuseums überzeugend darzustellen.

Sie sichert zu, den Strategieentwurf sobald wie möglich vorzustellen.

In diesem Zusammenhang vertritt BM Mertins die Auffassung, dass eine Veränderung des Namens des Freilichtmuseums zurückgestellt werden sollte, bis die Gespräche mit dem Land Niedersachsen abgeschlossen sind.

 

Zur weiteren Verfahrensweise schlägt Kämmerer Kern vor, den Tagesordnungspunkt „Auswertung des Umsetzungs- und Marketingkonzeptes für das Archäologische Zentrum Hitzacker“ im Interesse der Aktualisierung der Marketingmaßnahmen immer wieder auf die Tagesordnung zu nehmen.

 

BM schließt die Diskussion mit dem Hinweis darauf, dass es oberstes Ziel sein muss, das anfallende Defizit zu reduzieren.

 

Mit 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen gibt der Ausschuss folgende

 

 

 

 

 

 

 


Beschlussempfehlung:

 

Der Tagesordnungspunkt wird vertagt.