Beschluss: Geändert empfohlen

Abstimmung: Ja: 7

Sachverhalt:

Ursula Fallapp erläutert:

 

Die Weinlese in Hitzacker (Elbe) fand im Jahre 2020 zum 37. Mal statt. Die Weinlese ist mit einem Weinlesefest verbunden. In den vergangenen zwei Jahren wurde dieses Weinlesefest zu einem bunten Stelldichein. 22 Majestäten aus verschiedenen Regionen des Landes Niedersachsen waren zu Gast, als die Weinkönigin Lina Fürch mit ihren Prinzessinnen Thea Niebuhr und Nele Schoppe gekrönt wurde. Ohne eine Weinlese ist ein Weinlesefest undenkbar.

Seit vielen Jahren arbeitet die Stadt Hitzacker (Elbe) mit der Winzerfamilie Melzheimer zusammen. Die Familie Melzheimer betreibt an der Mosel ein Weingut in Klosterhof Siebenborn, Maring-Noviand. Herr Arthur Melzheimer hat nun mitgeteilt, dass ihm der Transport der Reben nicht mehr möglich ist. Aufgrund seines Alters hat er vorgeschlagen, dass die Trauben mit der Bahn transportiert werden. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten.

 

Durch Recherchen sind verschiedene Winzerfamilien im Norden des Landes kontaktiert worden. In der Region Lüneburg in Thomasburg betreibt ein Winzer gewerbsmäßigen Weinanbau.

Hannes Meyer aus Thomasburg ist erster offizieller Winzer der Region Lüneburg. Er hat die Genehmigung zum gewerblichen Weinanbau bekommen. Hannes Meyer heißt jetzt Lech und ist Biologielehrer. Er hat inzwischen geheiratet. Er selbst sagt, dass eine Portion Mut dazu gehört, auf einem etwa 6.000 ha großen Kartoffelacker Weinreben zu pflanzen. Mit einem Zaun ist das eine Investition von etwa 12.000,00 €. Er hat das probiert, was es bisher noch nicht gab. Hannes Meyer spekuliert mit dem Klimawandel. Späte Hitze ist für den Wein perfekt. Die Trauben gewinnen an Zucker. Im ersten Jahr erreichten seine Reben, die in Nord-/Südausrichtung gepflanzt sind, 65 – 100 Öchsle. 80 Öchsle sind Voraussetzung für einen guten Wein. Diese neue Rebpflanzung wird durch EU-Regelungen möglich. Der gewerbsmäßige Anbau ist streng reglementiert. Teilzeitwinzer gibt es schon länger. Sie haben eine Norddeutsche Weinstraße ausgerufen. An dieser liegt auch Hitzacker (Elbe).

 

Hannes Meyer hat zunächst die junge Sorte „Solaris“ ausprobiert. Diese Sorte ist gegen Mehltau resistent. Hannes Meyer will seinen Heidewein biologisch ohne Kunstdünger und Spritzmittel erzeugen. Hannes Meyer hat signalisiert, dass er mit seinem Hof im Neetzetal am Rande der Lüneburger Heide kooperieren möchte. Die Weinherstellung für Hitzacker (Elbe) wäre für ihn denkbar. Für die Familie Melzheimer ist diese Lösung eine Lösung mit Zukunft.

 

Aus diesem Grunde bittet die Verwaltung die politischen Gremien der Stadt, in weitere Kooperationen mit Hannes Meyer zu treten. Der Ausschuss wird über weitergehende Entwicklungen unterrichtet.

 

Beschlussvorschlag der Verwaltung:

Die Weinlese in Hitzacker (Elbe) wird mit Partnern aus der Region begleitet.

 

Ursula Fallapp bedankt sich bei Rf Laudel-Voigt, die ebenfalls Gespräche mit Hannes Lecht geführt hat. Er ist sehr interessiert an einer Zusammenarbeit mit der Stadt Hitzacker (Elbe).

 

Stellv. AV Mertins plädiert dafür, Hannes Lecht in die nächste Sitzung einzuladen. Dem stimmt der Ausschuss zu.

 

Der Ausschuss für Tourismus, AZH sowie Jugend, Soziales und Kultur des Rates der Stadt Hitzacker (Elbe) empfiehlt folgenden geänderten

 


Beschluss:

Die Weinlese in Hitzacker (Elbe) wird mit Partnern aus der Region begleitet. Der Winzer Hannes Lecht aus Thomasburg wird in die nächste Sitzung eingeladen..