TOP Ö 6: Bericht über die Sitzung des Verwaltungsrates Wasserverband Dannenberg-Hitzacker kAöR

Beschluss: Kenntnis genommen

Herr Dr. Horchelhahn  berichtet über die Sitzung des Verwaltungsrates der kAöR Wasserverband Dannenberg-Hitzacker (WV) am 08.05.2017. Auf der Tagesordnung war nur den TOP „Bäder in der Samtgemeinde Elbtalaue“. Im Eigentum des WV befinden sich die Freibäder in Dannenberg und Hitzacker und er betreibt das Hallenbad in Dannenberg, das dem Landkreis Lüchow-Dannenberg (LK) gehört. In den letzten Jahren schließen die Bäder nach Abzug aller Zuschüsse (Zuschuss der Samtgemeinde Elbtalaue (SG), Stillstandskostenzuschuss des LK und Zuschuss vom Förderverein) mit einem Verlust von ca. 50.000 Euro für alle 3 Bäder pro Jahr ab. 

Es wurde über mögliche Einsparmöglichkeiten beraten. Die Optimierungsmöglichkeiten sind komplett ausgeschöpft. Die Hauptkosten sind Personal- und Energiekosten. Besetzung der Bäder mit weniger als jeweils 2 festangestellten Fachangestellten für Bäderbetriebe ist nicht möglich. Außerdem arbeiten noch Mitglieder des DLRG und Aushilfen in den Bädern. Die Mitarbeiter werden im Winter im Hallenbad Dbg. eingesetzt.

Die Wärme für das Hiddo-Bad wird von einer Biogasanlage preisgünstig bezogen. Die Wassertemperatur liegt bei konstant 26-27 Grad. Aufgrund dessen werden viel mehr Dauerkarten verkauft. Für die Bäder in Dannenberg kommt die Wärme von einem Blockheizkraftwerk.

Wärme kostet ca. 0,5ct. pro KWh. Alle möglichen steuerlichen Vorteile werden genutzt. Die Eintrittspreise werden steigen. Eine mögliche Optimierung durch Anschaffung von Kassenautomaten wird geprüft. 

 

Der Zuschuss der SG für dieses Jahr ist um 30.000 Euro niedriger als im Vorjahr. Das bedeutet ca. 80.000 Euro Verlust in 2017.  Der Vertrag mit der SG läuft 2017 aus. Der Zuschuss der Samtgemeinde müsste wieder auf das Niveau von 2013 (150.000 Euro) erhöht werden. Dem SgR wird ein neuer Vertrag für Zuschüsse ab 2018 vorgelegt.

Dr. Horchelhahn bittet um Unterstützung des WV. Es sollen möglichst alle 3 Bäder weiter betrieben werden.

 

In der letzten Woche hat eine Sitzung des Fachausschusses für Finanzen und Controlling des LK stattgefunden. Dr. Horchelhahn hat daran teilgenommen. Thema war das Hallenbad Dannenberg und der Contractingvertrag mit dem derzeitigen Energielieferanten, der am 31.08.2017 ausläuft.  Seit ca. 2011 wurden immer wieder Gespräche SG, WV, LK geführt, ob der WV den Teil der Mehrzweckhalle in dem sich das Hallenbad befindet, kaufen kann. Problem aus Sicht des LK ist, dass sich unterhalb des Bades die Heizungsanlage befindet. Der WV könnte problemlos Wärme an den LK liefern. Das wurde aber vom LK abgelehnt.  Der  Vorschlag des LK, die ganze Halle zu kaufen und dann Hallenzeiten an den LK zu vermieten, wurde vom WV abgelehnt. Es wird weitere Gespräche geben.

 

Am 10.06.2017 hat die Energieversorgung Elbtalaue ein Büro in Lüchow eröffnet. Die ersten Verträge mit Einwohnern aus dem Südkreis wurden bereits unterschrieben.

 

Auf Anfrage von Rh Herzog erläutert Herr Dr. Horchelhahn, dass der LK  Energielieferung (Gas)  für das gesamte Schulzentrum ausschreiben muss. Für Gas wird es viele Anbieter geben. Bei Wärmelieferung wird es bei einer Ausschreibung vorauss. kaum Anbieter geben. Der Wasserverband würde, wenn er den Hallenteil kaufen könnte, liefern, wenn es für den LK kein günstigeres Angebot gibt. Ansonsten würde die Wärme nur für das Hallenbad genutzt.

 

Auf Anfrage von Rh Hildebrandt bezüglich der finanziellen Entwicklung der Bäder, des Campingplatzes und der Übernahme der kompletten Halle erläutert Herr Dr. Horchelhahn, dass nicht Ziel sein kann  den Energieverbrauch in den Bädern drastisch zu senken, sondern möglichst viele Badegäste zu haben. Höhere Wassertemperaturen generieren auch mehr Gäste. Der Verlust bei den Bädern ist in den letzten Jahren von ca. 80.000 Euro auf ca. 50.0000 Euro gesunken. Der Campingplatz Dbg. liegt direkt am Stadtbad und der Betrieb wird von den Mitarbeitern des Stadtbades mit übernommen. Vermietung von Hallenzeiten an den LK wäre aber nicht Geschäft des Wasserverbandes.

 

Auf Anfrage von Rh Bodendieck, ob Gaspreise und Wärmepreise Einfluss auf die Strompreise haben, erläutert Herr Dr. Horchelhahn, dass das BHKW Gas einkauft , Wärme und preisgünstigen Strom verkauft und auch das Bad kostengünstig beheizt wird.  

 

Der Bericht wird vom SgR zur