TOP Ö 8.1: Hochwasser 2013, Ortswehr Neu Darchau- Schutschur

FBL Ringel erläutert, dass bei der Ortswehr Neu Darchau- Schutschur aufgrund von Differenzen im Rahmen des diesjährigen Hochwassereinsatzes sowohl der Ortsbrandmeister als auch der stellv. Ortsbrandmeister Ihre Ämter niedergelegt haben. Daraufhin wurden feuerwehrinterne Gespräche geführt.

 

Inzwischen hat bereits eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattgefunden, auf der ein neuer Ortsbrandmeister sowie dessen Stellvertreter vorgeschlagen wurden. Daraufhin wurden die vorgeschlagenen Personen, Paul Forkel und Michael Bruß, kommissarisch mit den Aufgaben des Ortsbrandmeisters bzw. des stellv. Ortsbrandmeisters beauftragt.

 

Anschließend berichtet Gemeindebrandmeister Andreas Meyer über die Hintergründe dieser Rücktritte.

 

Für den Einsatzabschnitt 1 (Katemin - Tiesmesland) wurde während des Einsatzes aufgrund der Krisensituation und der besonderen Lage ein neuer hauptverantwortlicher Einsatzleiter benannt und eingesetzt.

 

Die Führungsstruktur der Feuerwehr sieht vor, dass beim Führen der verschiedenen Einheiten wie Staffel, Gruppe, Zug und Verbände bestimmte fachliche Lehrgänge erfüllt sein müssen. Der Ortsbrandmeister einer Stützpunktfeuerwehr erlernt in der Regel das Arbeiten mit einer Zugstärke. Im Einsatzabschnitt 1 wurde aufgrund der Lage mit Verbandsstärke gearbeitet. Dementsprechend wurde hier ein Einsatzabschnittleiter benannt, der diese besondere fachliche Voraussetzung erfüllt. Diese Ausbildung lag beim Ortsbrandmeister nicht vor. Erschwerend kommt hinzu, dass der stellv. Ortbrandmeister nicht, max. sehr eingeschränkt, zur Verfügung stand, da dieser als Mitarbeiter des Landkreises dort im Katastropheneinsatz eingebunden war.

Der Ortsbrandmeister ist weiterhin in einer Leitungsfunktion im Einsatzabschnitt 1 geblieben und hat den Einsatzabschnittleiter während dessen Abwesenheit vertreten.

 

Sowohl Ortsbrandmeister als auch Stellvertreter haben daraufhin, mit Schreiben vom 27.06.13, ihre Ämter niedergelegt, ihre Dienstausweise abgegeben und angekündigt, zu Gesprächen bereitzustehen und bei Feuerwehreinsätzen selbstverständlich zur Verfügung stehen

 

Es wurden anschließend Gespräche geführt. Die Differenzen zwischen dem Gemeindebrandmeister und den zurückgetretenen Personen konnten beseitigt werden. Jedoch konnte kein Umdenken erzielt werden.

 

Gemeindebrandmeister Andreas Meyer erläutert noch einmal, dass er eine Fürsorgepflicht gegenüber allen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Elbtalaue hat. Hierzu gehört auch ein, den dem Ausbildungsstand, entsprechendes Einsetzen aller Einsatzkräfte. Daher war die Berufung eines neuen Einsatzabschnittleiters die logische Konsequenz. Ferner wurde diese Entscheidung mit dem Samtgemeindebürgermeister gemeinsam getroffen.

 

Rh Sperling erläutert, dass er die Entscheidung komplett nachvollziehen kann. Bei, auch unverschuldeten, Fehlschlägen bei der Einsatzabarbeitung wäre dies auf den Gemeindebrandmeister zurückgefallen, da dieser nicht ausreichend ausgebildete Einsatzkräfte eingesetzt hätte.