TOP Ö 7: Verlegung einer Nahwärmeleitung im Bereich der Stadt Hitzacker (Elbe)

Beschluss: Einstimmig empfohlen

Abstimmung: Ja: 5, Enthaltungen: 1

Fachdienstleiter Donnerstag erläutert den vorliegenden Leitungsplan der Naturenergie Hitzacker UG & Co. KG. (Anlage zur Niederschrift)

 

Bereits im August soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, berichtet Stadtdirektor Meyer ergänzend.

 

Herr Schröder erläutert weitergehend, dass die Wärmeleitung im ersten Bauabschnitt zum Vitalis, zum Sportlerheim, über das Sportplatzgrundstück in den Hagener Weg verlegt werden soll. Von hier verläuft die Leitung zum einen ins Gut Hagen, zum anderen in den Ahornweg, den Akazienweg, den Kiefernweg, die Bauernstraße, den Bahnhofsweg bis in die Straße Grüner Weg. Als größte Abnehmer sind in dem Gebiet das Schwimmbad, die Grundschule mit angrenzender Turnhalle, sowie die Freie Schule zu benennen.

 

Im zweiten Bauabschnitt wird die Wärmeleitung von der Straße „Am Räsenberg“ bis an die bestehende Leitung in dem Bahnhofsweg verlegt, sodass ein Ringleitungssystem entstehen wird.

Mit den Bauarbeiten des zweiten Bauabschnitts wird jedoch erst im Jahr 2014/2015 begonnen.

 

Stadtdirektor Meyer erfragt ob die Firmen am Räsenberg, IWM, WZT und Ceratizit, an das Wärmenetz angeschlossen werden sollen.

 

Herr Schröder bejaht, dass die Firma Ceratizit mit Wärme von der Naturenergie Hitzacker versorgt werden wird. Die Firmen IWM und WZT bisher jedoch nicht. In einem nächsten Bauabschnitt soll der Neubau der WZT, nördlich der Bahnstrecke, angeschlossen werden.

 

Auf Nachfrage von Rh Wedler erläutert Herr Schröder die Planungen zu der Holzhackschnitzelheizung und dem vorgesehenen Leitungsnetz.

 

Die Wärmeleitungen werden sich ungefähr auf eine Gesamtlänge von  2,4 km beschränken. Diese werden 1m tief in den Erdboden verbracht, sodass mit einem Wärmeverlust auf dem gesamten Leitungsnetz von 22 % zu rechnen ist.

Es besteht ein Gesamtwärmebedarf aller Abnehmer von 1,4 Megawatt zu Spitzenzeiten.

 

Das bestehende Blockheizkraftwerk (BHKW) kann lediglich eine Leistung von 550 kW erzeugen, sodass hier eine Versorgungslücke entsteht.

Diese kann mit der geplanten Holzhackschnitzelheizung, welche eine Leistung von 750 – 800 kW erbringt, abgedeckt werden.

Die Versorgung aller angeschlossenen Haushalte kann so bis Temperaturen bis zu Minus 15 Grad aufrecht erhalten werden.

Der Verbrauch an Hackschnitzel in der Holzhackschnitzelheizung wird sich  pro Jahr auf 600 – 700 m³ belaufen. Die Hackschnitzel werden zum Teil auf dem Gelände der Biogasanlage getrocknet.

 

Nach umfassender Diskussion empfiehlt der Ausschuss für Bau. Planung und Stadtentwicklung folgenden  

 

 


Beschluss:

a)      Der vorgelegten Planung wird zugestimmt. Die Verlegung der Nahwärmeleitung durch die Naturenergie Hitzacker UG & Co. KG wird genehmigt. Hierzu ist eine Vereinbarung mit dem Betreiber zu schließen. Diese ist den Gremien vorzulegen.

b)      Die Stadt Hitzacker (Elbe) ist bereit, im Bereich des Sportplatzes, eine Grunddienstbarkeit einzutragen.