TOP Ö 5: Haushaltsansätze 2013

Beschluss: Einstimmig empfohlen

Abstimmung: Ja: 7

Frau Baron erläutert die vorliegenden Haushaltsansätze für den laufenden Betrieb des Archäologischen Zentrums, die ein Defizit in Höhe von 57.000,00 € ausweisen.

Auf Grund der für das Jahr 2013 angekündigten Strompreiserhöhung wird abweichend von der Vorlage vorgeschlagen, den Ansatz für das Konto 424112 „Aufwendungen für Strom“ um 600,00 € zu Lasten des Ansatzes für das Konto 422120 „Sonstige Geräte und Ausstattungsgegenstände“ zu erhöhen, sodass es insgesamt bei den kalkulierten Ausgaben verbleibt.

Einzige veranschlagte investive Maßnahme ist das Projekt „Erweiterung und Modernisierung des Servicegebäudes im Archäologischen Zentrum Hitzacker, hier Toilettenanlage“, dessen Umsetzung nach Sicherstellung der Finanzierung vorgesehen ist.

In diesem Zusammenhang stellt Rh Wedler die Frage, ob die seinerzeit für die Erweiterung des Archäologischen Zentrums bereitgestellten Planungskosten noch verfügbar sind. Diese Frage wird vom Kämmerer Kern bejaht.

Rh Fröhlich merkt an, dass sich die Jugendherberge maßgeblich aus dem Archäologischen Zentrum zurückgezogen hat. Weitere Einbußen sind zu befürchten. Insgesamt vermisst er bei den vorgelegten Haushaltsansätzen Veränderungen, die auf dem vorliegenden Gutachten der Fa. inspektour GmbH basieren.

Museumleiterin Ulrike Braun weist darauf hin, dass zahlreiche von der Fa. inspektour GmbH genannte Marketingempfehlungen bereits umgesetzt worden sind, bzw. sich in der Umsetzung befinden. Eine Übersicht wurde zur Sitzung AZHH/IX/01 vorgelegt.

Darüber hinaus wurden inzwischen folgende weitere Maßnahmen ergriffen bzw. befinden sich in Vorbereitung:

Rundschreiben an 700 Schulen

Herausgabe eines museumspädagogischen Flyers

Herausgabe eines Flyers „Feste feiern“

Entwicklung eines Einlegers mit Kurzinformationen für die Gastronomie (Empfehlung BM Mertins)

Neugestaltung der „Kochrezepte“ als Verkaufsartikel für den Museumsshop

Erstellung des Veranstaltungskalenders 2013

Überarbeitung des Lageplanes des Museumsgeländes

Beteiligung an der WASA-Gutschein-Aktion (Empfehlung BM Mertins)

Optimierung der Angebotsstruktur durch Entwicklung von 10 Themenaktionsprogrammen

Ausbau der Zusammenarbeit mit der Begegnungs- u. Bildungsstätte Wittfeitzen im Rahmen des

„mobilen Museums“

Einführung einer Saisonkarte

Einweihung des Projektes „Spielend durch die Bronzezeit“

Herausgabe einer Kombikarte mit dem Naturum

Aufstellung von Paddocks in Zusammenarbeit mit dem Naturpark

Eintrag als Filmlocation

Ansprache von Weddingplanern

Ansprache von Landfrauenvereinen und VDK-Verbänden

Beteiligung am Ausflugsführer für Familien in HH und Drumherum

Beteiligung am Adventsmarkt Hitzacker

 

Im Verlauf der Diskussion weist Kämmerer Kern auf die Gesamtsituation der Stadt Hitzacker (Elbe) hin. Im HH-Jahr 2013 ist mit einem Defizit in Höhe von 170.000,00 €, ab dem Jahr 2014 mit einem Defizit in Höhe von 270.000,00 € zu rechnen. Das Gesamtvolumen des Haushaltes mit 3,6 Mio. € entspricht grundsätzlich dem einer Kommune in der Größe der Stadt Hitzacker (Elbe). Problematisch ist die Tatsache, dass die Gewerbesteuereinnahmen deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegen. Aus seiner Sicht ist eine Hebesatzerhöhung unvermeidbar, um die freiwilligen Leistungen von derzeit 6 % auf das zulässige Maß von 3 % zu reduzieren.

Neben dem Archäologischen Zentrum Hitzacker wird auch vom VERDO ein Defizit erwirtschaftet.

Hier kommt erschwerend hinzu, dass zusätzliche Aufwendungen für die Erneuerung der Bestuhlung notwendig sein werden.

 

Rh Dr. Jastram merkt dennoch kritisch an, dass sich die Personalkosten im Archäologischen Zentrum nicht analog mit den Einnahmen entwickeln. Aus diesem Grunde besteht die Gefahr, dass das Defizit in der Zukunft „aus dem Ruder“ laufen wird. Insoweit sind Einsparmöglichkeiten zu untersuchen.

Rh. Fröhlich sieht Einsparmöglichkeiten nur bei den Personalkosten.

Museumsleiterin Ulrike Braun appelliert an die Ausschussmitglieder gemeinschaftlich eine Strategie zu entwickeln und ein mittelfristiges Ziel zu formulieren. Das Archäologische Zentrum leistet grundsätzliche gute Arbeit und ist in der Archäologie gut vernetzt. Dieses sollte weiter ausgebaut werden.

Kämmerer Kern schlägt in diesem Zusammenhang vor, die vorgeschlagenen Haushaltsansätze für das Jahr 2013 zu empfehlen und für die Zukunft Ziele zu definieren.

Ziel für das Jahr 2013 könnte es sein, das kalkulierte Defizit um mind. 3.000,00 € durch Mehreinnahmen zu reduzieren. Gemeinschaftlich sollten Kennzahlen entwickelt werden. Im Rahmen einer vierteljährlichen Berichtspflicht kann dann jeweils das Erreichte abgeglichen werden.

 

BM Mertins unterbricht die öffentliche Sitzung um 21.11 Uhr.

Die öffentliche Sitzung wird um 21.25 Uhr fortgesetzt.

 

Nach eingehender Beratung gibt der  Ausschuss auf Empfehlung von Kämmerer Kern einstimmig folgende

 

   


Beschlussempfehlung:

Die vorgeschlagenen Haushaltsansätze 2013 werden empfohlen. Hierbei soll das Defizit des Archäologischen Zentrums Hitzacker um mindestens 3.000,00 € durch Mehreinnahmen reduziert werden. In einer nächsten Sitzung werden Kennzahlen für das Archäologische Zentrum Hitzacker erarbeitet. Eine Berichtspflicht besteht vierteljährlich.