TOP Ö 4: Qualitätssicherung in der Offenen Jugendarbeit (Jugendzentren), hier: Bericht

Beschluss: Kenntnis genommen

AV Unterste-Wilms erteilt der Leiterin des Dannenberger Jugendzentrums Silke Mahlke das Wort.

Frau Mahlke erläutert anhand einer Leinwand-Präsentation die Qualitätssicherung der offenen Jugendarbeit im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Es wurde die quantitative Erhebung, also die Besucherstruktur sowie die qualitative Erhebung, also die Nutzung und Beteiligung in der offenen Einrichtung bei den Jugendlichen erfragt.

 

Die Besucherstruktur hat gezeigt, dass es zwar weniger Kinder und Jugendliche im Landkreis gibt – die Besucherzahlen in den Jugendzentren dennoch Jahr für Jahr ansteigen.

 

Deutlich erkennbar in der Besucherstruktur ist die Treue der Besucher, die meisten Jugendlichen kommen mehrmals die Woche regelmäßig in die Jugendzentren.

 

Die weitere Befragung beschäftigte sich mit der Nutzung der Angebote, dem eigenen Engagement, das demokratische Handeln und den äußeren Rahmenbedingungen.

Für 70% der Jugendlichen trifft es zu, dass sie die Angebote des Jugendzentrums zumindest teilweise nutzen.

 

Auffällig bei der Befragung der Jugendlichen ist, dass das Desinteresse an Verantwortung und Eigenbeteiligung in allen Einrichtungen zugenommen hat.

 

Frau Mahlke betont an dieser Stelle, dass die Jugendlichen sich stark beteiligen und einbezogen werden, wenn es um Aktivitäten und Organisationsarbeiten für die Einrichtung und den Ort geht, dies aber teilweise als Hilfe und Unterstützung ihrerseits gar nicht wahrnehmen.

 

Herr Pieterek merkt an, dass das Desinteresse dennoch zunimmt und die Entwicklung in Negative geht, der allgemeine Werteverfall ist spürbar.

 

Rf Allgayer-Reetze denkt, dass die eigene Zeit lieber anders verbracht und verplant wird z.B. für Schule, Arbeit, Hobbies oder freie Zeit ohne Verpflichtungen - dieses ist ein gesellschaftliches Problem.

 

Die positive Wirkung von Ehrenämtern und Betreuerscheinen bei Bewerbungen sollte den Jugendlichen verdeutlicht werden, so die Ansicht von Rf Klappstein. Bewerbungen müssen heutzutage hervorstechen und mit einem Ehrenamt oder einer Juleica-Ausbildung kann man deutlich Pluspunkte sammeln.

 

Zum demokratischen Handeln gab es das Ergebnis, dass fast 75% der Jugendlichen sich eingebunden und verstanden fühlen, bei der Umsetzung ihrer Ideen und Wünsche.

 

Die äußeren Rahmenbedingungen wie Räumlichkeiten und Ausstattung werden von den Jugendlichen als vollkommen ausreichend wahrgenommen und sie fühlen sich in den Jugendzentren sehr wohl. Die Identifikation mit den Jugendzentren ist sehr hoch.

 

Zum Schluss merkt Frau Mahlke an, dass leider die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium schwierig ist – es gibt kaum Rückmeldungen und Beteiligung.